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Kleinkind und Vorschulkind
Kleinkind und Vorschulkind

Kleinkind und Vorschulkind

 

Die kleinkindliche Entwicklungsphase umfasst die Zeit vom zweiten bis vierten Lebensjahr und die vorschulkindliche Entwicklung, vom vierten bis sechsten Jahr.
In der kleinkindlichen Entwicklung ist die erste Trotzphase von großer Bedeutung. Die Kinder entdecken ihre Fähigkeiten, wollen alles alleine, „selber“, machen. Für die Eltern ist dies eine anstrengende Zeit, jedes mal beim Anziehen, Haare kämmen, Reißverschluss zuschließen usw. immer das „Nein, selber machen!“ hören zu müssen. Dann kommt das Weinen, weil sie das noch nicht schaffen. Die Kinder entdecken aber dabei ihren eigenen Willen und dies auch zu steuern. Ab der Vollendung des ersten Lebensjahres haben die Kinder, deren Eltern Berufstätig sind oder studieren, die Möglichkeit in eine Krippe zu gehen. Für die Eltern,  die eher individuelle Betreuung für ihre Kinder wünschen, sind ausgebildete Tagesmütter zu empfehlen. Spätestens ab dem dritten Lebensjahr können Kinder dann in den Kindergarten gehen. Der Kindergarten bietet den Kindern eine ganz andere Umgebung mit ganz anderen Regeln als Kinder zu diesem Zeitpunkt sonst gewöhnt sind. Es gibt nicht mehr so viel Aufmerksamkeit wie zu Hause. Die Kinder lösen sich immer mehr von ihren Eltern, bekommen neue Anregungen von anderen Kindern, lernen Kontakte zu knüpfen, Freundschaften zu bilden, gemeinsame Ziele zu verfolgen und lernen ihre eigenen Grenzen kennen.

 
Die Entwicklung zwischen dem dritten und sechsten Lebensjahr ist gekennzeichnet durch eine besonders lebhafte Phantasie. Es gibt dabei aber etwas, was den Kindern fehlt: nämlich die Fähigkeit zur Unterscheidung zwischen Phantasie und Wirklichkeit. Das heißt, was für uns Erwachsene als Phantasie scheint, hat für sie Wirklichkeitswert und ist genau so ernst zu nehmen wie unsere, nach sehr verschiedenen Kriterien aufgebaute Wirklichkeit. Wir können diese von uns sehr abweichenden Strukturen des Erlebens verstehen, aber wir können sie nicht nachempfinden, weil unsere Seele zu reif geworden ist.