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Entwicklung in der Pubertät
Entwicklung in der Pubertät

Entwicklung in der Pubertät

 

„Es gibt im Leben und der Entwicklung des Menschen nichts, was mit solcher Heimlichkeit ins Werk gesetzt wird, wie die Errichtung des Persönlichkeitsideals“ (Alfred Adler)

 

Viele Eltern bekommen Gänsehaut, wenn das Wort Pubertät in einem Gespräch vorkommt oder wenn aus ihrer kleinen Anna plötzlich Anita wird und sich täglich eine neue Frisur bastelt, nach stundenlanger Arbeit vorm Spiegel.
In dieser Zeit entdecken unsere Kinder sich selbst als ein Subjekt des Universums, als eine Welt für sich. Diese Erkenntnis zwingt die Kinder zur Beschäftigung mit Ihrem Inneren, was dann zu den typischen Erscheinungen führt. So kommen bei jedem Jugendlichen wechselnde gegensätzliche Züge zum Vorschein und innerhalb weniger Minuten verwandelt sich die Ruhe in einen Wutausbruch, die gute Laune in Weinen, die Sicherheit in Unsicherheit und der Geselligkeitstrieb in Einsamkeit.

Typisch für diese Zeit ist auch die Versinkung in Geheimnissen. Die Jugendlichen fangen an Tagebücher zu schreiben, geheime Briefe zu verschicken und lyrische Gedichte entstehen. Sie beschäftigen sich ständig mit Fragen wie "Warum bin ich?!, " Was ist meine Aufgabe hier?", "Worin liegt mein Wert?". Sie probieren sich aus, setzen sich selber Ziele und probieren ihre Grenzen aus, um für sich selbst Fragen beantworten zu können wie "Wie weit komme ich?" und "Was kann ich schaffen?". Sie suchen nach dem Sinn in allen Richtungen. Die bisher als selbstverständlich angenommenen Gegebenheiten werden analysiert, bewertet und erlebt.
Der Prozess des Lernens,wie sie ihr eigenes Leben selbst gestallten können, dauert lange. Die Auseinandersetzungen, das eigene Nachdenken und Selbsterleben hilft den Jugendlichen in diese Welt hineinzuwachsen und ihren Platz darin zu finden.