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Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung
Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung

Qualitätsentwicklung in Dresdner Kindertageseinrichtungen:

In der Verantwortung einer trägerübergreifenden Steuergruppe entstand eine Konzeption zur Qualitätsentwicklung im Bereich der Kindertagesbetreuung . An der Steuerungsgruppe waren neben dem Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen Dresden, VertreterInnen von freien Trägern der Jugendhilfe, der Liga der freien Wohlfahrtsverbände, ein Mitglied des Jugendhilfeausschusses sowie des Stadtelternbeirates Dresden für Kitas und Horte beteiligt.

Die Qualität der Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrags in Kindertagesstätten bestimmt schon seit einigen Jahren die bundesweite Fachdiskussionen in diesem Bereich. Im Vergleich mit einigen anderen EU-Ländern wird für Deutschland ein Nachholebedarf übereinstimmend festgestellt.

Der zweite Sächsische Kinder- und Jugendbericht weist ausdrücklich darauf hin, dass Kindertageseinrichtungen ein Kernbereich der Kinder- und Jugendhilfe sind. „Dies bedeutet auch, dass sie (Kindertagesstätten) von fast allen Kindern eine bestimmte Zeit lang besucht werden.“

Angesichts dieser Ausgangslage hat die Landeshauptstadt Dresden in Abstimmung mit freien Trägern, Elternvertretern und Vertretern der Politik beschlossen, die systematische Qualitätsentwicklung in allen Dresdner Kindertageseinrichtungen intensiv zu befördern. Ziel ist insbesondere, dass Kinder schon vom frühen Kindesalter an Schlüsselqualifikationen erwerben, um Eigenverantwortung für ihr Lernen übernehmen zu können. Soziale Integration ist notwendige Voraussetzung für die Entwicklung einer eigenen Identität und damit auch für erfolgreiche Lernprozesse. Auf der Basis der Grundhaltungen emotionale Zuwendung, gleichberechtigter Umgang und soziale Wertschätzung soll der Bildungs- und Erziehungsprozess für Kinder organisiert werden (siehe gemeinsame Vereinbarung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus zur Kooperation von Kindergarten und Grundschule).

Um eine derartige Qualitätsentwicklung in allen Dresdner Kindertagesstätten zu erreichen, ist dieses trägerübergreifende Projekt entwickelt worden. Es ist ein partnerschaftliches Modell, das sowohl Verbindlichkeiten schafft als auch die Träger und damit die Einrichtungen in ihren Bemühungen um Qualitätsentwicklungen unterstützt sowie ihnen weite Spielräume in der Ausgestaltung eröffnet. Trägervertreter, Elternvertreter, Eigenbetrieb Kita und Politik haben in intensiver Diskussion Qualitätsanforderungen an Träger und ihre Einrichtungen, an Eigenbetrieb und an Politik erarbeitet. Nur ein dialogorientiertes, verbindlich geregeltes Zusammenspiel aller beteiligten Gruppen wird letztendlich eine nachhaltige Qualitätsentwicklung ermöglichen.

Im Rahmen einer Vereinbarung wird unter Beachtung der Qualitätsdimensionen mit jedem Rechtsträger, der in der Stadt Dresden eine oder mehrere im Bedarfsplan erfassten Kindertageseinrichtungen betreibt, eine Qualitätsentwicklungsvereinbarung abgeschlossen. Die Qualitätsvereinbarung dient der Reflexion und Weiterentwicklung der eigenen Arbeit und trifft Festlegungen im Konsensverfahren. Sie ist kein Bestandteil der Vereinbarung zur Betriebsführung und Betriebskostenfinanzierung.

Regelmäßige Reflexion über sowie Auswertung der Erfahrungen und Erfolge des Modells soll die stetige Verbesserung unserer Bemühungen um Qualität gewährleisten. Zusätzlich wird die Qualitätsentwicklung in allen Dresdner Kindertagesstätten durch den vom öffentlichen Träger organisierten, fachlichen Austausch im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Träger im Dialog“ unterstützt.

(Aus der Präambel zum Konzept der "Trägerübergreifenden Qualitätsentwicklung im Bereich der Dresdner Kindertagesbetreuung", erstellt von der Steuerungsgruppe zur "Trägerübergreifenden Qualitätsentwicklung", 2004).

 

 

 

Redaktion: A.J. (JIS) Stand: 21.07.2014