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 Ursprung:

 

Maria Montessori wurde 1870 in Italien geboren. Sie studierte Medizin, später auch Psychologie und Pädagogik. Sie arbeitete u.a. an einer Nervenklinik mit behinderten Kindern und im ersten Kinderhaus des römischen Elendsviertels San Lorenzo. Während des zweiten Weltkrieges hielt sie sich in Indien auf, kehrte nach Kriegsende nach Europa zurück und starb 1952 in Holland.

 

 

 

Leitmotiv der Montessori-Pädagogik:

  • "Hilf mir, es selbst zu tun"

 

Erziehungsziel:

  • Das Kind soll sich zu einer psychisch gesunden und eigenständige Persönlichkeit entwickeln, die ihre Begabungen erkennen und nutzen und ihre Schwächen ausgleichen kann.

 

Grundprinzipien der Montessori-Pädagogik:

 

Diese Pädagogik ist geprägt von der Achtung der Person des Kindes und seiner Selbstbestimmung. Das Kind soll seine eigenen Kräfte voll entfalten und sich der Verantwortung für die Welt bewusst werden. Das Kind soll sich in Freiheit, ohne Gängelei der Erwachsenen, durch eigene Aktivität entwickeln. Die Erziehenden schaffen dafür lediglich die entsprechenden Bedingungen, die das Kind braucht.

 

Das Kind soll sich auf eine Sache konzentrieren, um dadurch wesentliche Erfahrungen mit dieser Sache und in der Auseinandersetzung mit sich selbst zu sammeln. Es lernt,  ohne Eingriff des Erziehenden Fehler selbst zu erkennen und zu korrigieren.

 

Jedes Kind durchläuft verschiedene Entwicklungsphasen, sogenannte "sensible Perioden"[1], in denen es in der Lage ist, bestimmte Fähigkeiten besonders gut zu erlernen. Aufgabe der Erziehenden ist es, das Kind genau zu beobachten und eine "vorbereitete Umgebung"[2]  bereitzustellen, die den Lernprozess in Abhängigkeit von der jeweiligen Entwicklungsstufe des Kindes optimal unterstützt.

 

 

Didaktische Mittel:

  • Strukturierter Tagesablauf mit Freispiel
  • gemeinsamen Aktivitäten und Bewegungsspiele
  • Verwendung von "Sinnesmaterial", geordnet nach bestimmten physikalischen Eigenschaften (z. B. Zylinder in unterschiedlichen Farben oder Geräuschbüchsen)
  • "Übungen des täglichen Lebens" (z. B. Schrank einräumen, Knöpfe schließen, Kerze anzünden)
  • Handarbeiten
  • musische Tätigkeiten (Malen, Basteln, Singen)


Voraussetzungen der Erzieher/-innen:

 

  • Erzieher(innen) und Lehrer(innen), die an Montessori-Einrichtungen arbeiten, müssen in einem standardisierten Ausbildungskurs von ca. 300 Stunden das "Montessori-Diplom" erwerben.  

 

Links:

 

Weiterführende Literatur:

 

Maria Montessori:

  • "Selbsttätige Erziehung im frühen Kindesalter"
  • "Die Entdeckung des Kindes"
  • "Schule des Kindes"
  • "Kinder sind anders"
  • "Das kreative Kind - Der absorbierende Geist"
  • "Von der Kindheit zur Jugend"
  • "Grundgedanken der Montessori-Pädagogik"

 

 

Quellen:

[1] Montessori, Maria, Kinder sind anders, München 1987, S.46f

[2] Montessori, Maria, Grundgedanken der Montessori-Pädagogik, Freiburg 1967, S. 40